ric. / frau ratte / R.A.Truchseß:
Ich bin garantiert nicht die beste Zeichnerin der Welt, aber es gibt Schlechtere. Was ich allerdings habe, ist Erfahrung: was ich über´s Comiczeichnen und das visuelle Erz&aum;hlen gelernt habe, beruht nicht auf Studiertem, sondern auf am eigenen Leib Erfahrenen. Als ich anfing Bildergeschichten zu zeichnen, gab es noch kein Internet, keine Scanner, und selbst zur Zeit von "Zone_X" waren Rechner, die mit derart grossen Bilddaten hätten umgehen können eher die Ausnahme. Selbst Bücher übers Comiczeichnen gab es nicht, und erst recht niemanden, der es einem beibrachte. Und ich gestehe: eigentlich wollte ich als Abschlussarbeit einen Film drehen -- aber ein Comic war einfach billiger zu produzieren. :)

Trotzdem bin ich jedes Mal wieder entzückt, dass das, was ich mir alleine erarbeitet habe und heute unterrichte, nicht ansatzweise von den Erfahrungen bekannter Autoren zu unterscheiden ist. Das beginnt nicht nur beim Strich, beim Plot oder beim Ringen um den richtigen Text. Auch ich schreie meine Zeichnungen an, fluche und heule, schäme mich für vergurkte Details, leide beim Zeichnen unter brutalem Schlafmangel, Rückenproblemen (irgendwann lasse ich mir das Kernspin-Bild meiner Wirbelsäle mal rahmen) und Häorrhioiden, und auch ich verletze mich an Papieren, Federn, Bleistiften und Spitzern. Daraus ist ersichtlich_
Ich arbeite notorisch analog. Nix gegen EBV. Nix gegen einen guten Scanner. Und ich liebe mein Grafiktablett. Aber ich brauche meinen Bleistift. Ich KANN nicht ohne Bleistift.

Comiczeichnen ist eine einsame Sache, es macht einen manchmal fertig. Denn das macht man nicht "nebenbei". Das geht nur zyklisch. Und so weiter. :)

Kontaktdaten:
R.A.Truchseß
Birkenhain 5
97080 Würzburg
Tel.: 0177-4433957
ric_truchsess|at|web.de

<< zurück zum Portfolio
<< zurück zur Startseite

2015: Display-Motive zum Thema "Motive des Schenkens"

Projekt der Professur für Museologie. Nicht produziert, fürs PDF eingefärbt. Aufgabe war hier, einen wissenschaftlichen Kontext zu illustrieren. Es handelte sich dabei nicht um mein eigenes Ausstellungsprojekt (ich sprang nur helfend den Kolleginen zur Seite), und produziert wurde wie immer unter Zeitdruck zwischen Recherchen, Referaten, Hausarbeiten und Organisationsunfällen.

PDF-Version >>











seit 2012: Dionysos / Frogland

Also, zugegeben, die Zeitangabe stimmt nicht ganz. Das liegt daran, dass "Frogland" eines dieser Lebens-Mammut-Projekte ist, die nie fertig werden.
Ursprünglich schon 2009 begonnen als Adaption des altgriechischen Theaterstücks "Die Frösche" von Aristophanes, hat sich das ganze Ding schlicht verselbständigt. Neben Nach-Recherchen zur Person des Dionysos, einer eingebauten Kulturkritik (ja, ich weiss!!!) und einer so notwendig gewordenen Rahmenhandlung, die wiederum einer Rahmenhandlung bedurfte (wer kennt sich schon aus mit den Eingeweiden der Mythologie, speziell der Griechischen, und ihrer Bedeutung für das Selbstverständnis der Rolle, die hier der Gärprozess in der Menschheitsgeschichte spielt), sind hier in erster Linie Kistenweise Skizzen entstanden. Es gibt auch noch eine andere Doppelseite, aber deren Original wie Bearbeitung passen leider jetzt nicht mehr zu dem, was man hier sieht. Und auch der Prolog, bereits gelettert und getuscht, muss unsichtbar bleiben, weil ich so dämlich war, das alles auf A1 zu inken -- und jetzt kriege ich es nicht mehr eingescannt ohne Nervenzusammenbruch.
Die hier gezeigte und genervt hingeschmierte (also, das middi Anatomie...) Doppelseite entstand allerdings tatsächlich im September 2012.

Seis drum: Frogland wird wohl nicht fertig werden bevor ich tot bin.

PDF-Version >>

2011: Königsfrosch

Mal so ganz unter uns: wenn man sich monatelang mit unterweltlichen Fröschen beschäftigt, kann es sein, dass einem komische Ideen kommen.
In meinem Fall wars die Frage: wieso wurde der Prinz aus dem Märchen "Der Froschkönig" eigentlich in einen Frosch verwandelt?! An einem Sommermorgen hatte ich dann die wahnsinnige Idee 24 Stunden am Stück zu zeichnen, weil ich gerade ein Buch dazu von einer Kursteilnehmerin geschenkt bekommen hatte. Geschafft habe ich dann 19 Stunden, mehr schaffe ich immer noch nicht. Nach 19 Stunden rutsche ich einfach besinnungslos vom Stuhl. Ganz ohne Alkohol. :)
Und so entstand in diesen 19 Stunden der Plot, das Thumbnailing und das Sketching für 24 Seiten. Geinkt hab ich dann später die ersten 17 Seiten.

Und weil das so eine Schnellschuss-Nummer mit ungewissem Ausgang war -- ich hatte einfach keine Idee für den Teil zwischen dem "Fluch" und der "Erlösung" durch den Kontakt mit der Prinzessin. Denn man weiss ja: der Held in Froschgestalt wird am Ende von einer ziemlich eigensinnigen Prinzessin aus dem Brunnen gefischt.

PDF-Version >>

2009-2015: Theo Ratmanns Erkenntnisse

In "etwas anderer Weiterführung" eines älteren Projektes ("Ratman", allerdings hiess der mit Vornamen Robert) für ein wissenschaftliches Publikum. Hab ich gemacht, um mal wieder was zu veröffentlichen nach laaaaanger Pause. Musste ich eindampfen wegen Studium. Wer es in meinem Alter nochmal mit der Bachelorisierung versucht, bekommt Probleme mit dem Redaktions-Termine-Halten.

PDF-Version >>